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Ca. 70% aller Katzen machen eine Infektion mit Toxoplasmen durch. Diese Zahl ist natürlich abhängig von der Fütterung, der Haltung und dem Alter: je älter, desto wahrscheinlicher. Eine Untersuchung empfiehlt sich daher immer, wenn infektanfällige Menschen oder schwangere Frauen mit einer Katze zusammenleben. Der Mensch kann sich im Zusammenleben mit einer Katze vor einer Toxoplasmose schützen durch eine tägliche Reinigung und Desinfektion des Katzenklos. Eine gründliche Reinigung der Hände nach Gartenarbeiten ist wichtig, da auch Nachbars Katze gerne Gartenerde als Toilette gebraucht. Die Untersuchung einer Kotprobe und einer Blutprobe der Katze lässt direkte Schlüsse zu, ob ein Infektionsrisiko vorliegt.Wichtig: Die Katze ist nicht die einzige und auch nicht die wichtigste Ansteckungsquelle für den Menschen. Katzen, die im Kot Oozysten ausscheiden, müssen von Risikopersonen ferngehalten werden. Verläuft die Blutuntersuchung positiv und sind die nachfolgenden zwei Kotuntersuchungen im Abstand von zwei Wochen negativ, dann ist die Katze zwar infiziert, stellt aber mit großer Sicherheit keine Infektionsquelle dar. Eine Neuinfektion des Tieres muss allerdings unterbunden werden. Jagen und die Aufnahme von rohem Fleisch sollten Sie vermeiden. Die Katze sollte unbedingt im Haus gehalten und nur mit Fertigfutter ernährt werden. Die Untersuchung einer Katze erfolgt durch eine Blutprobe, welche auf Toxoplasmen-Antikörper untersucht wird . So zeigt sich, ob sich das Tier mit Toxoplasmen auseinandergesetzt oder infiziert hat. Im Anschluss werden Kotproben im Abstand von zwei Wochen untersucht, am besten die Ausscheidungen von von drei aufeinanderfolgenden Tagen. So stellt sich heraus, ob das Tier aufgrund einer frischen Infektion als Ansteckungsquelle für den Menschen gilt. Ihr Tierarzt wird Ihnen die Untersuchungsergebnisse interpretieren und die Maßnahmen besprechen, die für Sie dadurch dringend ratsam sind!Im Umgang mit Lebensmitteln sollte beachtet werden, dass Hauptansteckungsquellen für den Menschen rohes Fleisch und ungenügend erhitzte Fleischgerichte sind, aber auch die Ansteckung durch nur kurz gereifte Rohwurst (Landjäger, Mettwurst) gilt als erwiesen. Zysten bleiben bei einer Lagertemperatur von +4°C (Kühlschrank) drei Wochen lang lebensfähig! Da Fleisch immer Zysten enthalten kann, muß bereits bei der Zubereitung eines Fleischgerichtes auf gute Hygiene geachtet werden. Auch Lebensmittel können eine Ansteckungsgefahr bergen.Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Salat müssen sorgfältig gewaschen werden, da sie über Katzenkot mit infektiösen Oozysten verunreinigt sein können. Gutes Erhitzen von Lebensmitteln hilft, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.
Quelle: Gesundheitszentrum für Kleintiere, Tierarzt Tom Kaiser, Passau
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